PR-Test Februar 2006

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Internet

Internet-Radio "Pandora"

Endlich die Musik hören, die man wirklich mag!


Internet-Radios gibt es viele. Seit einiger Zeit gibt es aber das Pandora-Radio. Es ist kein normales Radio, das eine bestimmte Playlist einfach abarbeitet, statt dessen kann jeder Höhrer sein eigenes Radio zusammenstellen lassen.

So weit, so normal und öde. Aber:

Pandora basiert auf dem Music-Genome-Projekt. In diesem Projekt werden Musikstücke nicht einfach nach Genre sortiert, sondern nach wesentlich mehr Kriterien. Z.B. Rhythmus, welche Art von Melodien vorkommen (sehr melodisch, weniger melodisch), Musikrichtungen, Stimmen und und und.

Das geniale an Pandora.com ist jetzt, dass Du eine „Radio-Station“ anlegst, indem Du ein Lied oder einen Interpreten angibst. Pandora spielt jetzt einen entsprechenden Titel ab und Du bewertest, ob Du den magst oder nicht. Pandora sucht nun irgendeinen einen Titel von einer komplett anderen Musikgruppe aus, der ähnliche Parameter im Music-Genome-Projekt bekommen hat. Den bewertest Du wieder („mag ich“ oder „mag ich nicht“), Pandora spielt den nächsten und so weiter.

Somit wird die Musikauswahl immer besser, je länger Du hörst und je mehr Bewertungen Du abgibst. Nach 3-5 Titeln läuft das schon recht gut, wenn Du so etwa 2 Stunden Musik gehört und bewertet hat, dann hast Du einen Radiosender, der extrem viele Bands spielt, von denen Du noch nie etwas gehört hast, die Du aber fast ausnahmslos gut finden wirst.

Wie kann ich die Titel-Auswahl beeinflussen?

Da gibt es nur 2 Methoden:
1) Du gibst mehrere Songs und/oder Interpreten an, die Dir gefallen
2) Du bewertest das, was Du hörst

Wonach sucht Pandora die Titel aus?

Wenn ein Titel gespielt wird, kann man sich anzeigen lassen, wieso Pandora meint, das passt. Beispiele:
... because it features hard rock roots, electronica influences, mild rhythm syncopation, minor key tonality and repetive melodic phrasm
Das Lied direkt danach wurde deswegen ausgesucht:
... because it features hard rock roots, mild rhythm syncopation, a subtle use of vocal harmony, a vocel-centric aesthetic and a minor key tonality
... und dann:
... because it features disco influences, surreal lyrics, use of tonal harmonies, busy electronic and a highly synthetic sonority.

Am besten finde ich dabei "surreal lyrics" :D.

Was kostet es?

Nix.
Naja, zumindest die ersten 10 Stunden sind komplett kostenlos, Du musst Dich nicht einmal registrieren. Danach kannst Du Deinen Cookie löschen (und musst dann alle Sender neu „einstellen“, oder Du zahlst im Monat 3.-$... für ein Radio ohne Werbung und ohne Schrott-Musik ist das saubillig!

Ist dieser Artikel eine Werbung für Pandora?

Nein. Naja, irgendwie schon. Ich werde nicht von Pandora.com bezahlt und es gibt auch keine Provision oder so. Aber da ich andere Musik höre, als das, was in den Charts rauf und runter dudelt, öre ich normalerweise Independent- oder Industrial-Internet-Radios. Die haben aber alle nur Playlisten, die sich schon nach 5-7 Stunden wiederholen und bekommen nur alle paar Wochen neue Songs.

Ich war Pandora gegenüber sehr skeptisch, denn selbst wenn so etwas funktioniert, glaubte ich nicht, daß meine Musik dort in Massen zu finden sei. Ich habe aber dann mit Girls Under Glass und Melotron, Beborn Beton und anderen wirklich unkenannten Bands angefangen... und fast alle sind dort tatsächlich bekannt!

Wie finanziert sich Pandora?

Siehe oben: 10 Stunden darfst Du es testen, danach musst Du 3.-$/Monat zahlen. Jeder Titel kann aber auch gekauft werden, entweder der einzelne Titel bei iTunes oder die komplette CD bei Amazon.

Was nervt an Pandora?

Eigentlich nur, daß man nicht zurückspulen kann und es keine Playlist gibt, wo man z.B. Sachen von gestern finden kann. Da die Jungs aber auch Geld verdienen wollen durch CD/Song-Verkäufe, kann man das ja verstehen.


Der komplette Artikel liegt auf PC-Spiele-Forum , das neueste Projekt von Smoerble, dem Entwickler hinter Levelrating.com

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